Osterinfo – Hasen gegen Gebirgsjäger


Info-Veranstaltungen in München

4. April 2008 um 20 Uhr,
im Kulturladen Westend, Ligsalzstr. 44
mit dem Film „Herrenpartie“
und
24. April 2008 um 20 Uhr,
im Gewerkschafthaus mit der DGB-Jugend in der Schwanthalerstr. 64,
zu den Aktionen in Mittenwald und Schliersee 2008

Aufruf zu Mittenwald 2008

Vorläufiges Programm 2008

Mittenwald 2008

… und jährlich grüßt das Murmeltier

Der „Kameradenkreis der Gebirgstruppe“ hat seinen Pfingsttermin auf dem Hohen Brendten in diesem Jahr aufgegeben, was wir begrüßen. Der Hintergrund des in der Gemeinde hart verhandelten Terminverzichts ist allerdings nicht militärischer Natur, sondern sollte wohl eher touristischen Belangen der Gemeinde geschuldet sein.

Eigentlich wollten die alten und neuen Kameraden dieses Jahr am letzten Aprilwochenende auf den Berg ziehen. Da ist aber „Internationales Militärmusikfestival“ in Garmisch*, Schirmdame Frau Jung, Angetraute des Bundesministers für Verteidigung. Da ging es nun auch nicht, weil Partisanenlieder dort nicht gefragt sind und die Bundeswehr beim Marschieren nicht gestört werden will.

Die Terminplanung wurde somit schwierig. Zurück auf Pfingsten ging nicht mehr. Offizielle Begründung des Kameradenkreises: an Pfingsten gehören die jungen Soldaten zu ihren Familien. So soll dieses Jahr am Sonntag nach Himmelfahrt/ ‚Vatertag‘ auf den Berg gezogen werden.

Wir kommen auch wieder, keine Frage, …

* Anmerkung: nicht im Garnisionsstädtchen Mittenwald wie vorher fälschlich geschrieben

Näheres dazu demnächst hier im Blog

Pressemitteilung des AK Angreifbare Traditionspflege:

Pfingsttreffen des Kameradenkreises der Gebirgstruppe:

Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) feiert mit verurteiltem Kriegsverbrecher

Proteste im fünften Jahr trotz Demonstrationsverbot am Hohen Brendten

Bei dem diesjährigen Treffen der Gebirgsjäger in Mittenwald hielt der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt, Mitglied der CSU und des „Kameradenkreises der Gebirgsjäger“, die zentrale Rede zum fünfzigsten Jubiläum des Kriegsdenkmal bei Mittenwald. Die Bundeswehr hatte das Kriegsverbrecher-Treffen mit der Abstellung von 71 Soldaten unterstützt. Unter den mindestens 1500 Feiernden waren zahlreiche nicht verurteilte Kriegsverbrecher aus der 1. Gebirgsdivision, die die Massaker u.a. in Komeno und Kephallonia zu verantworten haben.

Anwesend war auch Josef Scheungraber, der in Italien wegen 14- fachen Mordes in Falzano zu lebenslanger Haft verurteilte Kriegsverbrecher. Scheungraber ist als Befehlshaber für die grausame Ermordung von 14 Menschen im Juni 1944 in dem toskanischen Dorf Falzano bei Arezzo verantwortlich. Das italienische Militärgericht in La Spezia hat ihn Ende September 2006 in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Einheit hatte als „Vergeltung“ gegen Partisanenangriffe 15 Zivilisten in ein Bauerhaus gesperrt und es gesprengt. Alle im Haus bis auf einen 15jährigen Jungen starben. Stephan Stracke vom AK Angreifbare Traditionspflege: „ Es ist ein Skandal. Trotz der Verurteilung lebt das CSU-Mitglied Josef Scheungraber, 2005 dekoriert mit der Ottobrunner Bürgermedaille, von der Justiz unbehelligt in Ottobrunn.“
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Rede zum Friedhof in Mittenwald

Auf dem Friedhof, vor dem wir stehen, hat die Gemeinde Mittenwald eine Platte anbringen lassen mit der folgenden Aufschrift:

„In Mittenwald endete am 30. April 1945 der Leidensweg der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Dachau. 80 Personen sind an den Folgen dieses Marsches hier verstorben. Ihre letzte Ruhestätte fanden sie auf dem Ehrenfriedhof Leitenberg bei Dachau. Herr, lass sie ruhen in Frieden.“

50 Jahre zuvor hat sich dieselbe Gemeinde der Gräber der ermordeten Häftlinge entledigt. Hier wurden 1945 92 Opfer des Todesmarsches beigesetzt. Es gibt Quellen, die von 107 Toten sprechen. Zu Behaupten es wären 80 gewesen, ist wohl dem Mittenwalder Verharmlosungsreflex geschuldet, oder ist einfach nur eine weitere dreiste Lüge. 1957 mussten die sterblichen Überreste der Häftlinge auf Druck der Gemeindeverwaltung nach Dachau umgebettet werden. Nichts sollte in dieser Idylle an Vernichtungskrieg und Shoah erinnern. Hier will man selber Opfer sein und gedenkt nur sich selbst schon seit 50 Jahren. Dass die Beseitigung dieser Gräber und das erste große Veteranentreffen im selben Jahr stattfanden, dürfte kaum ein Zufall sein.

Ein Mahnmal zur Erinnerung an den Todesmarsch, wie es in 21 anderen oberbayerischen Gemeinden steht, lehnte der Gemeinderat in geheimer Sitzung ab. Lieber eine kleine Tafel mit falschem Inhalt auf dem Friedhof verstecken, um endlich die Kritiker zum Schweigen zu bringen.
Tun sie aber nicht.
Wir fordern immer noch ein Mahnmal, das wenigstens versucht, der Monstrosität des Verbrechens gerecht zu werden.
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Über die bayrische Polizei und Mittenwald

Auf allgemeinen Wunsch dokumentieren wir hier einen Redebeitrag, der am Sonntag in Mittenwald gehalten wurde.

Über die bayrische Polizei und Mittenwald.

Wenden wir uns einmal unseren ständigen ungebetenen BegleiterInnen zu – der bayrischen Polizei.

Es ist ja so:
Immer wieder, wenn mensch in politischen Angelegenheiten nach Bayern kommt, ist mensch schockiert, wie SCHLECHT die „OrdnungshüterInnen“ hier ausgebildet zu sein scheinen. Sie missachten Grundrechte, halten sich nicht an Gesetze und pfeifen auf Gerichtsurteile – oder kennen diese nicht einmal.

Darum hier zu Beginn eine kleine Rechtsbelehrung für die uniformierten Demo-Rand-Erscheinungen. Jawohl, Polizistinnen und Polizisten, sperren Sie ruhig die Ohren auf!

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