Presseerklärung zu Mittenwald 2008

Presseerklärung des AK Angreifbare Traditionspflege:

Der Arbeitskreis Angreifbare Traditionspflege ruft gemeinsam mit
antifaschistischen Gruppen aus Deutschland und Österreich am 3. und 4.
Mai 2008 zu Protesten gegen das Treffen der Gebirgsjäger in Mittenwald auf.

Der Kameradenkreis der Gebirgsjäger trifft sich aufgrund der Proteste in
den vergangenen fünf Jahren in diesem Jahr erstmals nicht zu Pfingsten
am Kriegsdenkmal auf dem Hohen Brendten. Denn die Gemeinde Mittenwald
verzeichnete wegen der Aufsehen erregenden Demonstrationen gegen das
Treffen des Kameradenkreises einen erheblichen Rückgang im
Tourismusgeschäft.

Wir sagen deshalb: „Und Tschüss! Geben wir ihnen den Rest! Nie wieder
Gebirgsjäger in Mittenwald!“

Das Treffen des Kameradenkreises der Gebirgsjäger ist das größte
Soldatentreffen Deutschlands. Mit dabei sind neben Abordnungen der
Bundeswehr und der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger auch
NS-Kriegsverbrecher, z.B. der 1. Gebirgsdivision, die für
Wehrmachtsmassaker in Kommeno und auf Kephalonia in Griechenland
verantwortlich waren.
Die Gebirgsjäger gedenken jedoch nicht ihrer Opfer, sondern ihrer
gefallenen Kameraden sowie der Bundeswehr in Afghanistan.
Im vergangenen Jahr erwies der parlamentarische Staatssekretär im
Verteidigungsministerium Christian Schmidt den Gebirgsjägern die Ehre.

Die Proteste beginnen am Samstag um 12 Uhr mit einer Demonstration und
Kundgebungen mit Zeitzeugen in Mittenwald.
Am Nachmittag sind dezentrale Protestaktionen geplant.
Am Sonntag wird ab 10 Uhr eine Protestkundgebung gegen die Gedenkfeier
des Kameradenkreises der Gebirgsjäger stattfinden.

Insgesamt werden mehrere Hundert Menschen an den Protesten teilnehmen
für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Mittenwalds teilnehmen.

Informationen finden Sie im Internet unter
http://mittenwald.blogsport.de/ und am Pressetelefon des AK Angreifbare
Traditionspflege 01577-7847768

Presseerklärung als PDF