Extraprogramm auf dem Weg

Pressemitteilung – AK Angreifbare Traditionspflege

Der Weg ist das Ziel!

Kundgebungen gegen die Straflosigkeit von NS-Tätern!

Freitag, 25.Mai 2007

Kundgebung bei Othmar Mühlhauser in Dillingen
16:00 Uhr vor Lidl (Am Stadtberg)

Kundgebung bei Josef Scheungraber in Ottobrunn
17:00 Uhr S-Bahnhof Ottobrunn

Auftakt der Aktionen gegen das 50. Treffen der Gebirgsjäger in Mittenwald sind Kundgebungen vor den Häusern von ausgewählten Kriegsverbrechern.

Am Freitag, den 25. Mai 2007 werden wir um 16:00 Uhr vor dem Haus von Othmar Mühlhauser in Dillingen an der Donau demonstrieren. Treffpunkt ist 16:00 vor dem Lidl am Stadtberg 1. Der heute 86-Jährige hatte am 24. September 1943 auf Cefalonia das Kommando gegeben, den italienischen General Antonio Gandin und mindestens zwölf seiner Offiziere zu erschießen – darunter auch de Negri [siehe Programm].

Die Einstellung des Verfahrens gegen den Gebirgsjäger Ottmar Mühlhauser wegen seiner Beteiligung an den Massakern an 4000 entwaffneten kriegsgefangenen italienischen Soldaten auf Kephallonia ist in der italienischen Öffentlichkeit mit großer Empörung aufgenommen worden. Bis heute warten die Angehörigen der Ermordeten der Divisione Acqui auf die Verurteilung der Mörder. Obwohl die Mörder aus den Gebirgsjägereinheiten namentlich bekannt sind und sie sich jedes Jahr zu Pfingsten im bayerischen Mittenwald unter dem Schutz von Bundeswehr und Polizei treffen, hat die deutsche Justiz ein weiteres Kapitel der Straflosigkeit für NS-Mörder geschrieben. Mit Niederschlagung der Mordanklage gegen den Gebirgsjäger O. Mühlhauser aus Dillingen soll ein Schlussstrich unter das Massaker an mehr als 4000 kriegsgefangenen italienischen Soldaten der Divisione Acqui gezogen werden. Das werden wir nicht hinnehmen!

Aus diesem Grund werden am 25. Mai vor das Haus von Otmar Mühlhauser ziehen, um gegen die Straflosigkeit der Mörder von Cefalonia/ Kephallonia zu demonstrieren.

Weiterhin werden wir vor dem Haus des Gebirgsjägers Josef Scheungraber in Ottobrunn bei München demonstrieren. Der ehemalige Kompanieführer im Gebirgspionierbataillon 818 Scheungraber ist für die grausame Ermordung von 14 Menschen im Juni 1944 in dem toskanischen Dorf Falzano bei Arezzo verantwortlich. Das italienische Militärgericht in La Spezia hat ihn Ende September in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Einheit hatte als „Vergeltung“ gegen Partisanenangriffe 13 Zivilisten in ein Bauerhaus gesperrt und es gesprengt. Alle im Haus bis auf einen 15jährigen Jungen starben. Der Junge trat dann auch im Prozess als Zeuge auf. Neben der Haftstrafe wurden die beiden auch dazu verurteilt, den Familien und der Stadt der Opfer eine Entschädigung zu zahlen.

Übriges: Scheungrabers Anwalt ist ein alter Bekannter aus dem Kameradenkreis für Kriegsverbrecher: Rechtsanwalt Gerhart Klamert. Vor einigen Jahren Vizepräsident, ist er heute im Ältestenrat des Kameradenkreises tätig. Über Kephallonia schrieb er revisionistische Artikel, das Militärgericht in La Spezia bezeichnete er als „Sondergericht à la Freisler“, womit er es mit dem nationalsozialistischen „Volksgerichtshof“ und seinem Präsidenten, dem berüchtigsten Scharfrichter des Deutschen Reichs, gleichsetzte.

Kontakt:
AK Angreifbare Traditionspflege
Gruppo di Lavoro italo-tedesco contro la tradizione nazista
Pressehandy: 0160/5942758
Email: angreifbare.tradition(at) freenet.de


1 Antwort auf „Extraprogramm auf dem Weg“


  1. 1 21.-27.05 | bikepunk 089 Pingback am 20. Mai 2007 um 23:21 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.